Felix Steinberger

Was zeichnete dich als Kind aus, wie warst du im Alter von 7-8 Jahren?

Ich war ein sehr aktives Kind, ich wollte immer etwas unternehmen. Wir als Familie waren viel und oft draußen. Wir haben häufig einen riesigen Park außerhalb Berlins besucht, ich und mein Bruder liefen herum und erforschten alles, sammelten Blätter und Kastanien und dergleichen.

Und wer bist du jetzt ein paar Jahrzehnte später?

Ein bisschen klüger, hoffe ich ... aber im Ernst ... Ich habe mich nicht so sehr verändert, glaube ich. Ich habe immer noch den Drang die Welt zu erkunden. Deshalb habe ich auch Geografie studiert und verreise wann immer es möglich ist.

Fällt Dir etwas aus deiner Kindheit ein, das dich zu der Person gemacht hat, die du heute bist?
Ich glaube, es waren die Urlaube und Reisen, die wir als Familie gemacht haben. Ich habe neue Länder kennengelernt und die Kultur und Küche. Aber es waren auch die unzähligen Tage, die ich draußen verbracht habe. Mein Bruder und ich bauten Hütten im Wald, kletterten auf Bäume, zelteten im Garten und machten Lagerfeuer.

Wann begann Dein Interesse an der Fotografie?
Ich erinnere mich noch, wie beeindruckt ich war, als mein Großvater alte Fotos von seinen Reisen auf einem Diaprojektor gezeigt hat. Fotos von Seen, Gebirgszügen und dem Meer kommen mir dabei in den Sinn. Mein Interesse an der Fotografie begann aber wirklich, als ich mit zehn oder elf Jahren eine alte Filmkamera benutzt habe und anfing, meine ersten Fotos zu machen. Ich habe sie in die Sommerferien mitgenommen, Perspektiven und Blickwinkel ausprobiert und damit herum experimentiert. Zum Beispiel habe ich dabei meine Sonnenbrille als Filter verwendet. Von da an war Fotografieren ein fester Bestandteil geworden

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Ich kann an deiner Kunst erkennen, dass du dich auch für Architektur interessierst. Welche Architektur gefällt Dir besonders?

Paris und die Architektur aus der Haussmann-Zeit gefällt mir, seit ich vor etwa fünfzehn Jahren zum ersten Mal in Paris war. Obwohl Haussmann heute auch kritisch betrachtet werden muss, sind die Ergebnisse seiner städtischen Umstrukturierung durchaus ästhetisch. Außerdem mag ich einfach die Gründerzeit-Gebäude in unseren europäischen Städten aus dem späten 19. Jahrhundert. Aber auch die mid-century Architektur, die man in Palm Springs findet. Ich liebe die Pflanzen dort, die Palmen verleihen dem Ort etwas grafisches und malerisches. Das war auch der Grund warum ich einen Community-Hub auf Instagram (@summersunselection) gegründet. Ich könnte hier noch viel mehr erzählen./p>

Wo findest du deine Inspiration für deine Fotografie?

Ich finde Inspiration vor allem in der Natur und im städtischen Umfeld. Ich versuche während des Prozesses immer, etwas Ruhe und Ordnung in meine Fotos zu bringen. Aber auch social media nutze ich als Quelle für Ideen. Zum Beispiel folge ich Kevin Russs auf Instagram. Vor allem sein Ansatz des langsamen und umweltfreundlichen Reisens für unseren Planeten finde ich interessant. Ich bin kein Fan davon ans andere Ende der Welt zu fliegen, nur um ein paar Fotos für social media zu machen. Das kann nicht gut sein. Weitere Inspiration finde ich auch in Filmen und Tv-Serien, die ich schaue.

Hast du wirklich alte Fotos, die du uns zeigen könntest? Vielleicht von deiner ersten Fotokunst? Oder vielleicht ein paar Fotos von deinem ersten Zuhause? Und wenn ja, könntest du uns etwas über die Bilder erzählen?

Die Fotos wurden während eines Familienurlaubs in Schweden aufgenommen. Ich glaube es war um das Jahr 2000 herum. Ich und mein Bruder schwammen im See und ruderten in einem Boot und sprangen dabei immer wieder ins Wasser. Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Das war die Zeit wo ich anfing zu fotografieren. Damals begann ich mit einer Kamera, die ich von meinen Eltern geliehen hatte. Ich habe den See, unser Ferienhaus, die Pflanzen fotografiert - einfach alles!

Welches ist dein Lieblingsstück aus deiner Galerie? Kannst du uns die Geschichte dahinter erzählen?

Das ist eine schwierige Frage! Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich "Aitutaki aus dem Flugzeug" nehmen. Es steht stellvertretend für viele glückliche Erinnerungen und die Zeit nach dem Abitur und meinen einjährigen Aufenthalt in Australien. Ich bin mit einem 'work and travel' Visum nach Sydney gereist. Dort habe ich mein erstes eigenes Auto gekauft - einen Van - und bin durch das Land gereist. Ich schlief die meiste Zeit in meinem Auto und arbeitete eine Zeit lang auf einer Plantage, auf der Grapefruit und Limetten angebaut wurden. Danach flog ich nach Neuseeland und von dort auf die Cookinseln. Besagtes Foto entstand nur Minuten, bevor sich das Flugzeug der Landebahn auf der kleinen Insel Aitutaki näherte.

Wir fragen unsere Fotografen immer, ob sie einen Prominenten aussuchen könnten, an den sie einen Abzug senden.
Auf jeden Fall Ricky Gervais, ich liebe seinen Humor und wofür er steht!